Weihnachten online – ein Rückblick

von | Jan 5, 2021 | Allgemein

Unser Designer Alex hat Weihnachten 2020 mit seiner Familie online gefeiert. Wie das funktioniert hat und was wir daraus für künftige Online Events mitnehmen können, hat er in einer Nachbetrachtung aufgeschrieben.

Anfang Dezember hatte ich entschieden, dieses Jahr an Weihnachten allein zu Haus zu bleiben – und einen kleinen Plan gemacht, wie ein Online-Weihnachten gelingen könnte. Tatsächlich – und das hätte ich so nicht unbedingt gedacht – hat alles echt wunderbar funktioniert, sogar noch besser als erhofft.

Verbindung und Technik
Natürlich steht und fällt alles mit der Internet-Verbindung. Die hielt aber größtenteils erstaunlich gut. Benutzt hatten wir google meet. Wichtig war aber auch, dass wir im Vorhinein mit allen Beteiligten Technik- und Softwaretests gemacht hatten. So war jeder in der Lage zu sagen: “Ich hab hier ein Echo, mach mal etwas leiser bei euch”, oder: “Es hakt, ich komm nochmal neu rein.”

Das gemeinsame Kochen…
erwies sich als das erhoffte lockere Warm-Up. Es war echt schön zu sehen, wie in Berlin und Kopenhagen alle fleißig in der Küche schnippelten, inklusive der Kids. Meine Frau Mama hatte entschieden, dass wir zu Heilig Abend alle gemeinsam jenen Kartoffelsalat zubereiten, den meine mittlerweile verstorbene Oma früher immer gemacht hat. Meine Mutter hatte allen ein PDF geschickt mit Einkaufszettel und Anweisungen, z.B. wie die Pellkartoffeln bereits vorbereitet sein sollen sobald das Videotelefonat losgeht. Das Ganze hat nicht nur super geklappt sondern hatte für mich auch noch den Effekt, dass der Heilig Abend tatsächlich nach Kindheit schmeckte. Meinem Bruder hat das gemeinsame Kochen sogar so gut gefallen, dass wir beschlossen haben, das jetzt öfter zu machen.

Alle haben sich drauf eingelassen
Anfang Dezember konnte ich noch etwas Skepsis in der Familie beobachten, aber wie man anhand des PDFs meiner Mutter schon erahnen kann, haben sich letztlich alle voll darauf eingelassen. Besonders von meinen Eltern war ich total überrascht. Über die logistische Vorbereitung hinaus hatten sie sich einen Spaß daraus gemacht, in der Küche alles so aufzubauen wie bei einer Kochshow.

Ein magisches Video
Mein Vater hatte sich für die Kinder sogar in Final Cut hineingefuchst und ein Video gedreht. Unser musikalisch und schauspielerisch begabter Nachbar Gunti wurde kostümiert und spielte den Weihnachtsmann. Und der sprach darüber, dass er die Kinder dieses Jahr leider nicht persönlich besuchen kann, dafür aber seine Rentiere mit den Geschenken nach Kopenhagen schickt. Dann holte er einige Geschenke aus seinem Jutesack, hob sie an den oberen Bildrand, und per Stopptrick und mit ein paar niedlichen Glitzer-Special-Effects verschwanden die Geschenke dann aus dem Bild. Während die Kinder aufmerksam das Video schauten, stellten mein Bruder und seine Liebste die Geschenke der Großeltern (es waren genau die aus dem Video) ins Kinderzimmer – man kann sich vorstellen wie die Kids reagiert haben 😉 Bravo an alle Beteiligten.

Die Mischung machts
Wie Michael Metzger schon in seinem Beitrag zu Online-Weihnachtsfeiern im beruflichen Kontext schrieb: Analogue is key. Auch bei uns hatte sich gezeigt, welch hohen Wert es hatte, dass alle mit den gleichen Zutaten hantierten und dass die Geschenke im Video tatsächlich jene waren, die später auch im Kinderzimmer standen.

Damit alles so gut klappen konnte, hatte jeder letztlich eine Menge Vorbereitung in die Sache gesteckt. Das hat ebenfalls zu einem Gefühl von Verbundenheit beigetragen. Ich bin sehr froh, dass wir alles so gemacht und auch so gut hinbekommen haben. Und Online-Kochen machen wir ja wie gesagt jetzt öfter.

Ich wünsch euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr!